SU Kleve-Bedburg-Hau-Kranenburg auf Reise im Saarland und in Lothringen
Vier erlebnisreiche Tage zwischen europäischer Geschichte, beeindruckender Industriekultur und französischem Flair
Auf Einladung der Jakob-Kaiser-Stiftung begab sich die SU mit dem Bus auf eine abwechslungsreiche viertägige Studienreise ins Saarland und ins benachbarte Lothringen. Bei einer gelungenen Mischung aus Geschichte, Kultur, beeindruckenden Industriedenkmälern und europäischen Begegnungen gab es viel Interessantes zu entdecken und Gelegenheit zu geselligem Austausch.
Der erste Tag führte nach Saarbrücken, wo neben Schloss und Landtag der Besuch des Deutsch-Französischen Gartens (DFG) auf dem Programm stand. Die weitläufige Parkanlage erinnert an die deutsch-französische Freundschaft und ist ein besonderes Symbol für die Aussöhnung zwischen beiden Ländern.

Geschichte, Europa und französische Kultur standen im Mittelpunkt des zweiten Tages. Zunächst besuchte die Reisegruppe mit der St. Oranna-Kapelle in Berus einen traditionsreichen und geschichtsträchtigen Ort. Anschließend ging es zum Europadenkmal, das an die europäische Einigung und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit erinnert. Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch der lothringischen Stadt Metz. Besonders beeindruckend waren der imposante Bahnhof, ein herausragendes Beispiel wilhelminischer Architektur, und der berühmte Dom Saint-Étienne mit seinen prachtvollen Glasfenstern. Ein Spaziergang durch die Stadt und der Besuch der Markthallen vermittelten den Teilnehmern französische Lebensart und den besonderen Charme Lothringens.
Der dritte Reisetag stand ganz im Zeichen der Industriekultur. Die Völklinger Hütte, UNESCO-Weltkulturerbe, beeindruckte mit ihren gewaltigen Hochöfen, Maschinen und Industrieanlagen. Bei einer Führung durch das ehemalige Eisenwerk wurde eindrucksvoll vermittelt, unter welch schwierigen Bedingungen früher Stahl produziert wurde. Im Anschluss führte die Fahrt zur Alten Schmelz nach St. Ingbert. Auch dort wurde die bedeutende industrielle Vergangenheit der Region lebendig. Die Besichtigungen machten deutlich, wie sehr die Entwicklung des Saarlandes von der Eisen- und Stahlindustrie geprägt wurde.
Am letzten Tag besuchte die Gruppe die Dillinger Hütte. Das traditionsreiche Stahlwerk steht bis heute für die industrielle Bedeutung der Region und ihre lange Geschichte der Eisen- und Stahlproduktion. Besonders beeindruckend war die Besichtigung der riesigen, 45 Fußballfelder großen Baustelle, wo derzeit eines der größten Dekarbonisierungs- und Transformationsprojekte Europas für die Produktion von grünem Stahl entsteht. Den landschaftlichen Abschluss der Reise bildete ein Besuch an der Cloef bei Mettlach. Dort bot sich der Gruppe ein beeindruckender Blick auf die einzigartige Flusslandschaft Saarschleife, eines der schönsten Naturpanoramen des Saarlandes.
Nach vier erlebnisreichen Tagen mit vielen neuen Eindrücken, interessanten Begegnungen und zahlreichen Gesprächen zog Reiseleiter Karl Buntenbroich das Fazit: Die Fahrt ins Saarland und nach Lothringen hat deutlich gemacht, wie eng Geschichte, Kultur und europäische Nachbarschaft miteinander verbunden sind.